SUCOMO
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MediaWiki Hosting
Viele Unternehmen verwenden MediaWiki als zentrale Wissensplattform. Die Open-Source-Software ermöglicht es, schnell und strukturiert Informationen zu sammeln und für Mitarbeiter, Kunden und Partner verfügbar zu machen. Wir helfen bei der Einrichtung und dem Betrieb von MediaWiki. Auf Wunsch stellen wir MediaWiki auch auf unserer Cloud-Plattform bereit. Wir unterstützen Unternehmen bei der Auswahl und Konfiguration passender Erweiterungen und verknüpfen MediaWiki mit anderen Websites.
Wikipedia Relations
Die Enzyklopädie Wikipedia gehört zu den am häufigsten besuchten Websites. Sie informiert über Themen aus Geschichte, Kultur, Politik und Sport. Außerdem enthält sie viele Artikel über Unternehmen. Diese dürfen unter bestimmten Bedingungen an ihrem eigenen Artikel mitwirken. Wir nehmen keine bezahlten Änderungen im Namen von Unternehmen vor, sondern helfen diesen, selbst in Wikipedia aktiv zu werden. Unser Ziel ist es, Artikel unter Einhaltung aller geltenden Richtlinien nachhaltig zu verbessern.
VW soll gelöscht werden
am 07.02.2017 von Ralf Roletschek
Bis vor wenigen Jahren war die urheberrechtliche Situation für Logos im deutschsprachigen Raum recht klar. Während es im internationalen Bereich häufig problematisch ist, Logos von Unternehmen und anderen Organisationen in Wikipedia zu verwenden, war das nach deutschem, österreichischem und schweizerischem Recht relativ eindeutig. Die Schwelle der Schöpfungshöhe war sehr hoch angesetzt, im deutschsprachigen Raum konnten nahezu alle Logos verwendet werden. Dies hat sich jedoch in letzter Zeit geändert: Durch neue Gerichtsurteile sind praktisch nur noch sehr alte oder extrem einfache Logos für die freie Enzyklopädie und ihre Schwesterprojekte verwendbar. Am 25. Januar fand die Entwicklung ihr erstes prominentes Opfer: Auf Wikimedia Commons wurde ein Löschantrag auf das Logo von Volkswagen gestellt. Dieses besteht aus zwei Buchstaben und mehreren Kreisen. Außerdem sind noch einige Schatten und Reflexionen angebracht worden, durch die ein dreidimensionaler Effekt entsteht. Nach heutiger Rechtsprechung würde man diesem Logo also wahrscheinlich Schöpfungshöhe zusprechen, eine Freigabe durch Volkswagen selbst ist nicht ersichtlich. Als Erfinder des Logos wird heute Franz Xaver Reimspieß angesehen, der 1979 verstorben ist – somit ist das Logo bis zum 1. Januar 2050 urheberrechtlich geschützt. Das aktuelle Design stammt von einer Berliner Agentur MetaDesign, die das Corporate Design von Volkswagen entwickelte. Hält diese vielleicht noch Urheberrechte am Logo – liegen alle Rechte bei Volkswagen? Das ist keineswegs klar oder selbstverständlich. Da es in Deutschland unmöglich ist, auf seine Urheberrechte zu verzichten, könnte Volkswagen die sogenannten "vollumfänglichen Nutzungsrechte" besitzen, wenn Reimspieß und MetaDesign dies vertraglich so festgelegt haben, aber nur dann. Bis etwa 2015 war ein solcher Löschantrag auf Logos nicht weiter tragisch: Die bedrohten Dateien wurden in die deutschsprachige Wikipedia gerettet und waren dort nur lokal vorhanden. Die aktuelle Rechtsprechung lässt das jedoch nicht mehr zu. Was wird also passieren? Wird das Logo tatsächlich gelöscht, würde das die Büchse der Pandora öffnen: Auch die Autos von Volkswagen, die viele Male für Wikipedia fotografiert wurden, tragen ja das Logo des Herstellers. Denken wir lieber nicht weiter.
Die strengen Verwalter
am 20.01.2017 von Dirk Franke
Wikipedia hat einen neuen Skandal: Ein 2011 anonym gewählter und seitdem mehrfach bestätigter Schiedsrichter trat irgendwann in die AfD ein und wurde dort Funktionär – ohne seinen Kollegen oder der Community Bescheid zu sagen. Und jetzt streiten die Wikipedianer darum, was schlimmer ist: die Tatsache, dass jemand ein Wikipedia-Schiedsrichter in der AFD ist oder dass dies unter Verletzung des Grundrechts auf Anonymität an die Öffentlichkeit gelangte. Sogar bundesweite Medien beteiligten sich an dem Streit. Abgesehen vom konkreten Einzelfall ist dieser Streit symptomatisch dafür, worüber in Wikipedia gesprochen wird. Das Schiedsgericht, um das es hier geht, schlichtet persönlichen Streit zwischen einzelnen Wikipedia-Autoren. Es hat nichts mit Inhalten von Artikeln zu tun – es darf sich nicht einmal dazu äußern. Dass nun ausgerechnet ein Streit über das Schiedsgericht so eskaliert, zeigt deutlich, wo viele Wikipedianer mittlerweile das Hauptaugenmerk ihrer Tätigkeit sehen: in der Community und deren Zusammensetzung, fernab jeglicher Artikelarbeit. Das verwundert nicht, weil die Artikel ja schon da sind. Würde man Wikipedia heute schließen und keinerlei Änderungen mehr erlauben, hätte die freie Enzyklopädie nach wie vor einen guten Bestand vorzuweisen. Dieser wäre auf Jahre hinaus immer noch das Beste im Netz – wenn auch langfristig veraltet, immer noch eine brauchbare Referenz. Selbst bei objektiver Betrachtung kann man natürlich noch an Artikeln arbeiten, sie verbessern und aktualisieren. Wirklich notwendig ist der grundständige Ausbau jedoch nur noch in Einzelfällen. Deutlich wichtiger ist die Qualitätssicherung: Das jährliche Erneuern gewisser Grunddaten wie Sterbedaten von Personen oder der Nachtrag einer Quelle; das heißt also kein Schreiben neuer Artikel basierend auf tiefer Recherche, sondern pflegen und putzen. Diese Entwicklung ändert auch die Community: Wenn es keiner glänzenden Autoren mehr bedarf, wandern diese ab. Wo es auf pflegen und putzen ankommt, kommen Menschen, die sich davon angezogen fühlen. Sie erschaffen keine neuen Welten, sondern sind Verwalter. Weniger der Inhalt zählt, wichtiger ist ihnen vielmehr die Ordnung – umso bedeutsamer wird dann auch die Ordnung der Community. Damit sind wir wieder beim Schiedsgericht: Der Streit, der sich wie im Fall des AfD-Funktionärs um immer kleinteiligere Details dreht, ist die logische Entwicklung einer erwachsenen Wikipedia.
EliteSEO erneut abgemahnt
am 16.01.2017 von Markus Franz
Wir haben heute eine Unterlassungsaufforderung an EliteSEO geschickt. Die Hamburger Agentur bietet seit geraumer Zeit an, Links auf Websites ihrer Kunden in Wikipedia zu platzieren. Das soll zu einer besseren Bewertung in den Ergebnissen von Google und anderen Suchmaschinen führen. Unabhängig davon, was wir von diesem Geschäft halten: EliteSEO verletzt die Nutzungsbedingungen der freien Enzyklopädie, wenn Änderungen für Dritte vorgenommen werden, ohne Transparenz herzustellen. Wir bei Sucomo Consulting machen das anders: Als "Ghostwriter" helfen wir unseren Kunden, selbst in Wikipedia aktiv zu werden, statt direkt für sie zu editieren. Wir erklären die geltenden Regeln und schaffen Verständnis für die Gepflogenheiten der freien Enzyklopädie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zwischen Kunden und freiwilligen Autoren ein vertrauensvolles Verhältnis zu etablieren, in dem sich beide Seiten wohl fühlen. Nur so kann Wikipedia im Interesse aller verbessert werden. Wer anders als Sucomo im Auftrag seiner Kunden selbst Hand an Wikipedia legen will und dafür bezahlt wird, muss dies offenlegen. Für diesen Weg hat sich zum Beispiel unsere Partneragentur einfach machen entschieden. Sie erfüllt vorbildlich sämtliche geltenden Transparenzvorschriften mit Bravour. Wir hatten EliteSEO bereits Mitte 2015 schriftlich aufgefordert, keine abenteuerlichen Aussagen mehr in Sachen Wikipedia zu verbreiten – zunächst natürlich ohne Kostennote. Daraufhin wurde das beanstandete Angebot auf der Website der Agentur prompt entfernt, womit sich der Fall erledigt hatte. Spätestens seit November 2016 ist die beanstandete Website aber erneut online. EliteSEO behauptet dort wieder, "ranghöchste (…) Accounts" in Wikipedia zu besitzen, was nicht nachweisbar ist. Von einer "Erfolgsquote" von 98,5 % ist ebenfalls die Rede. Der Inhaber der Agentur zeigt sich bisher uneinsichtig, was die Zulässigkeit seines Angebots betrifft. Wir behalten EliteSEO und andere schwarze Schafe der Branche weiter im Auge. Bis dahin finden Interessenten auf www.wiki-alliance.eu eine Übersicht seriöser Agenturen, die bei der Aktualisierung eines Wikipedia-Artikels behilflich sind – und sich vor allem an die Regeln halten.
Ein erfolgreiches Jahr 2017!
am 01.01.2017
2016 war für Sucomo Consulting überdurchschnittlich erfolgreich: Unsere Markposition im MediaWiki Hosting haben wir deutlich ausgebaut, nicht zuletzt durch zahlreiche Neuerungen wie kostenlose .wiki-Domains und SSL-Zertifikate für "MediaWiki as a Service". Außerdem haben wir zum Beispiel unser Angebot für Wikipedia Relations um Dienstleistungen in französischer und spanischer Sprache ergänzt – weitere folgen in den nächsten Monaten. Für das Jahr 2017 freuen wir uns auf viele spannende Projekte mit Ihnen! Wir blicken den nächsten Monaten mit großer Freude entgegen und wünschen allen Kunden, Partnern und anderen Interessenten einen guten Start ins neue Jahr. Das gilt natürlich auch für die vielen freiwilligen MediaWiki-Entwickler Wikipedia-Autoren, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.
The obsession with Wikipedia
am 31.12.2016 von Dirk Franke
The year 2016 will come to an end – and that it is a good time to reflect, reconsider and take a look what makes the world going round. In this specific blog, the world is Wikipedia. So it's time to think and reflect what makes Wikipedia going round. Everything in Wikipedia is complicated, of course. Many smart people have built part of their academic careers on researching motivation the Wikipedians, the structure of Wikipedia itself, its regulations, its informal rules and how everything works together. But in brief, the answer about Wikipedias driving force and recipe for success is short and can be given to one single word: obsession. This no-holds-barred, no-prisoners-taken, drive to do the right thing. It is lived in quite different ways in Wikipedia. These kinds of obsession can take different outlets. It is an obsession for a topic: trying to write articles on all railroad stations in Wales; obsession about some arcane grammatical rule that should be followed throughout the whole encyclopedia; obsession to save the world from misinformation and misunderstanding – whatever that means; obsession to automate tasks that can be done by software. This is not intrinsic motivation anymore. Simple motivation can be shifted and has better or worse days, for many people this is of utmost importance, allows no compromises and brings – rationally seen – little to no personal gain. In general, obsession has a negative ring to it. When motivation turns to obsession, this is the moment when it becomes exhausting for everybody else; when it seems to leave the area of normal and socially appropriate behavior and becomes difficult to interact with. But to be honest, the willingness to go further then what rational deliberation would allow and to leave the limits of socially appropriate behavior. It was needed in the early days when Wikipedia was a mere concept and idea, the thought of being a serious reference work seemed ludicrous. It is needed now to stay focused on truth and trustworthy sources when Wikipedia is a prime target for propagandists and misinformation. And of course, by now, it is also needed to be able to deal with all the other obsessed people in Wikipedia. Wikipedia is a place where discussions will go farther and be more exhausting than in other places. But it is also a place where people struggle for truth, fight for what they think is right and follow their inner light. It is a laborious task but necessary every day.