SUCOMOSUCOMO
Wir machen freies Wissen.

MediaWiki Hosting

Viele Unternehmen verwenden MediaWiki als zentrale Wissensplattform. Die Open-Source-Software ermöglicht es, schnell und strukturiert Informationen zu sammeln und für Mitarbeiter, Kunden und Partner verfügbar zu machen. Wir helfen bei der Einrichtung und dem Betrieb von MediaWiki. Auf Wunsch stellen wir MediaWiki auch auf unserer Cloud-Plattform bereit. Wir unterstützen Unternehmen bei der Auswahl und Konfiguration passender Erweiterungen und verknüpfen MediaWiki mit anderen Websites.

Wikipedia Relations

Die Enzyklopädie Wikipedia gehört zu den am häufigsten besuchten Websites. Sie informiert über Themen aus Geschichte, Kultur, Politik und Sport. Außerdem enthält sie viele Artikel über Unternehmen. Diese dürfen unter bestimmten Bedingungen an ihrem eigenen Artikel mitwirken. Wir nehmen keine bezahlten Änderungen im Namen von Unternehmen vor, sondern helfen diesen, selbst in Wikipedia aktiv zu werden. Ziel ist es, Artikel unter Einhaltung aller Wikipedia-Richtlinien nachhaltig zu verbessern.


EliteSEO erneut abgemahnt
am 16.01.2017

Wir haben heute eine Unterlassungsaufforderung an EliteSEO geschickt. Die Hamburger Agentur bietet seit geraumer Zeit an, Links auf Websites ihrer Kunden in Wikipedia zu platzieren. Das soll zu einer besseren Bewertung in den Ergebnissen von Google und anderen Suchmaschinen führen. Unabhängig davon, was wir von diesem Geschäft halten: EliteSEO verletzt die Nutzungsbedingungen der freien Enzyklopädie, wenn Änderungen für Dritte vorgenommen werden, ohne Transparenz herzustellen.

Wir bei Sucomo Consulting machen das anders: Als "Ghostwriter" helfen wir unseren Kunden, selbst in Wikipedia aktiv zu werden, statt direkt für sie zu editieren. Wir erklären die geltenden Regeln und schaffen Verständnis für die Gepflogenheiten der freien Enzyklopädie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zwischen Kunden und freiwilligen Autoren ein vertrauensvolles Verhältnis zu etablieren, in dem sich beide Seiten wohl fühlen. Nur so kann Wikipedia im Interesse aller verbessert werden. Wer anders als Sucomo im Auftrag seiner Kunden selbst Hand an Wikipedia legen will und dafür bezahlt wird, muss dies offenlegen. Für diesen Weg hat sich zum Beispiel unsere Partneragentur einfach machen entschieden. Sie erfüllt vorbildlich sämtliche geltenden Transparenzvorschriften mit Bravour.

Wir hatten EliteSEO bereits Mitte 2015 schriftlich aufgefordert, keine abenteuerlichen Aussagen mehr in Sachen Wikipedia zu verbreiten – zunächst natürlich ohne Kostennote. Daraufhin wurde das beanstandete Angebot auf der Website der Agentur prompt entfernt, womit sich der Fall erledigt hatte. Spätestens seit November 2016 ist die beanstandete Website aber erneut online. EliteSEO behauptet dort wieder, "ranghöchste (…) Account" in Wikipedia zu besitzen, was nicht nachweisbar ist. Von einer "Erfolgsquote" von 98,5 % ist ebenfalls die Rede. Der Inhaber der Agentur zeigt sich bisher uneinsichtig, was die Zulässigkeit seines Angebots betrifft.

Wir behalten EliteSEO und andere schwarze Schafe der Branche weiter im Auge. Bis dahin finden Interessenten auf www.wiki-alliance.eu eine Übersicht seriöser Agenturen, die bei der Aktualisierung eines Wikipedia-Artikels behilflich sind – und sich vor allem an die Regeln halten.

Ein erfolgreiches Jahr 2017!
am 01.01.2017

Wir wünschen allen Kunden und Partnern einen guten Start ins neue Jahr. 2016 war für Sucomo Consulting überdurchschnittlich erfolgreich. Unsere Markposition im MediaWiki Hosting haben wir deutlich ausgebaut und zum Beispiel unser Angebot für Wikipedia Relations um Dienstleistungen in französischer und spanischer Sprache ergänzt. Für das Jahr 2017 freuen wir uns auf viele spannende Projekte mit Ihnen!

AfD-Funktionär im Schiedsgericht
am 14.12.2016

Wichtigste Aufgabe des Schiedsgerichts der deutschsprachigen Wikipedia ist es, Konflikte zwischen Community-Mitgliedern zu lösen. In das Gremium werden üblicherweise nur langjährige Wikipedia-Autoren gewählt, die sich großen Respekt erarbeitet haben. Das Schiedsgericht genießt traditionell ein hohes Ansehen, wären da nicht die Diskussionen der letzten Tage.

Spätestens seit dem Wochenende ist klar, was drei Mitglieder des Schiedsgerichts bewogen hat, ihr Amt im September dieses Jahres niederzulegen: Einer ihrer Kollegen gab intern zu, Mitglied der AfD zu sein. Mehr noch: Die betreffende Person brüstete sich nach bisherigen Erkenntnissen damit, die Partei als Funktionär auf Bezirks- und Landesebene zu unterstützen.

Was folgt, kann als Paradebeispiel für Diskussionen in Wikipedia dienen: Zunächst wurde darüber gestritten, ob die AfD-Mitgliedschaft des Schiedsrichters öffentlich weitergegeben werden darf – und welcher Kollege nicht den Mund halten konnte. Schließlich gilt der Grundsatz der Anonymität besonders für das Schiedsgericht, das die Wikipedia-Grundsätze in Ehren halten soll. Nachdem es dieser Fall dann von der Seite "Grillenwaage" in den "Kurier" geschafft hatte, schalteten sich extremistisch orientierte Community-Mitglieder in die Debatte ein. Gewaltandrohungen und Nazi-Vergleiche waren zu lesen, wofür sie ermahnt oder sogar gesperrt wurden.

Unter den zuletzt gesperrten Wikipedia-Autoren ist auch Jens Best, der im Präsidium des deutschen Fördervereins Wikimedia saß. Der AfD-Funktionär selbst hat sich zwar mittlerweile erklärt und bedauert offenbar die Diskussion, lehnt einen Rücktritt aus dem Schiedsgericht aber kategorisch ab. Es ist zu erwarten, dass weitere seiner Kollegen in den nächsten Stunden oder Tagen das Handtuch werfen, um eine Wiederwahl des gesamten Gremiums möglich zu machen – eine Möglichkeit zur vorzeitigen Absetzung von Schiedsrichtern, wie sie etwa für Administratoren vorgesehen ist, kennt die deutschsprachige Wikipedia bisher nämlich nicht.

Benutzersperren einfach erklärt
am 07.12.2016 von Dirk Franke

Wikipedia steht offen: Nicht einmal eine Anmeldung ist nötig, um sich zu beteiligen. Es gibt keinerlei Kontrolle darüber, welche Person aus welchen Gründen mitmacht. Trotzdem funktioniert das Projekt im Großen und Ganzen. Weder ist die Online-Enzyklopädie in den 15 Jahren ihres Bestehens im Chaos versunken, noch haben sich Hass oder falsche Inhalte zu einem so großen Problem wie auf anderen Websites entwickelt. Dies beruht vor allem auf informellen Absprachen und Verhaltensregeln, aber natürlich existieren auch formale Sanktionsverfahren gegen Nutzer.

Wenn Administratoren in Konflikte eingreifen, haben sie im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: das Sperren eines Artikels oder das Sperren eines Autors. Ist der Nutzer nicht angemeldet und daher nur mit Hilfe seiner IP-Adresse identifizierbar, wird diese gesperrt. Andernfalls wird das entsprechende Konto stillgelegt: Er kann dann immer noch alle Wikipedia-Artikel lesen, aber nicht mehr bearbeiten. Versucht ein Nutzer nach seiner Sperre, einen Artikel mit seinem Konto zu bearbeiten, wird auch seine IP-Adresse automatisch blockiert. Grundsätzlich ist es zwar möglich Artikel und Autoren zu sperren, aber natürlich keine realen Personen – diese können jederzeit ein neues Konto erstellen oder zum Beispiel ihre IP-Adresse wechseln.

Ursprünglich existierte die Benutzersperre, um akuten Schaden vom Projekt abzuwenden. Sie war so kurz wie irgend möglich. Mittlerweile werden Sperren auch genutzt, um Nutzern mitzuteilen, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird. Üblicherweise dauern Sperren zwischen wenigen Stunden und einigen Tagen, Wochen und Monate sind eher selten. Sperren über Jahre oder sogar unbefristete Sperren werden fast nur ausgesprochen, wenn das betreffende Konto kaum Bearbeitungen vorzuweisen hat – der Nutzer dahinter und Wikipedia also im Grunde keinen großen Verlust zu verkraften haben, wenn es nicht mehr zur Verfügung steht.

Aber auch bei etablierten Nutzern können Administratoren aus eigener Vollkommenheit eine unbegrenzte Sperre verhängen, die jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem anderen Administrator aufgehoben werden wird. Über längere Sperren wird daher abgestimmt: Das heißt, die Community entscheidet, ob ein Nutzer ausgeschlossen wird und wie lange seine Sperre dauern soll. Mindestens zwei Drittel der abstimmenden Autoren müssen einem entsprechenden Antrag zustimmen. Wird er angenommen, steht die Sperre eines Nutzers dann auf einer deutlich breiteren demokratischen Basis als die Sperre durch einen Administrator. Die Chance, die Entscheidung der Community durchzusetzen, ist damit deutlich größer – und meist auch die Akzeptanz beim betroffenen Nutzer.

Donald Trump sets record
am 27.11.2016 von Dirk Franke

A lot of people use Wikipedia to inform their knowledge about current affairs. In a sheer comparison of the size of the audience, this was never more important than on Donald Trump: Six million views for his article on November 9 is an all-time record. Even Michael Jackson and Osama bin Laden had fewer views when they died. But what were these people looking at? Who were the 4.800 authors that have edited this article since its beginning in 2004 and which of its more than 17.000 versions was shown?

The article started out in 2004 with just a few words. Ten years later in January 2014, the article has had more than 1.000 edits and is grown substantially. The new synopsis reads totally different from the first version – and it is still changing, even in details: from "business executive" (2004) to "business magnate" (2009/2014) to "businessman" (2016). The "television personality" became a "television producer". Compared to the discussion Trump has stirred elsewhere and tons of controversial media coverage, this is not much. The tonality in the article remains steadfast and dry.

But Wikipedia is not only what is written in the article. It's also what is not written and what the authors discuss or fight out in edit wars. Edit wars on November 9 consisted of whether Trump is a "businessman and politician" or a "politician and businessman". Also controversial in the following days were the picture. Is it too unflattering? Is it too nice? Contentious was the merit of the of the term "President-elect", as the electoral college bestows this title on December 19, not the popular vote on November 9.

The discussion about the Donald Trump article is intensive but civilized. Mostly it is even concerned with real issues. But even within Wikipedias standards of pedantry and emotional disinterest, the solid dry tonality of this article needed some help. Already in June 2015, the article was marked as autoconfirmed. This means that only registered users who had successfully mastered some ten edits or more in at least four days were able to edit it. The restriction was extended in the early hours of November 9 to extended confirmed access, meaning only registered editors who had at least 30 days tenure and at least 500 edits were able to edit this very special article. The reason given was vandalism and disruptive editing not being stopped by semi-protection, while a full protection seemed overkill at this point.